30 Dezember, 2010

Jahresrückblick 2010

Von Barley  die Fragen übernommen:

Vorherrschendes Gefühl für 2011?
Vorfreude statt Vorsätze.

2010 zum ersten Mal getan?
Kurzhaarschnitt.

2010 nach langer Zeit wieder getan?
Umzug.
Sauna.

2010 leider gar nicht getan?
Paddeln und Italien, obwohl fest vorgenommen.

Wort des Jahres?
"Antagonisieren". Naja und "Tschüssikowski"

Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen.

Stadt des Jahres?
Neuruppin und Conow (obwohl Conow ist ja eigentlich ein Dorf).

Alkoholexzesse?
Nö.

Davon gekotzt?
Nö.

Haare länger oder kürzer?
Ganz kurz.

Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?
Kurzsichtiger.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Schon etwas mehr.

Höchste Handyrechnung?
45€
Krankenhausbesuche?
Ja, täglich... :-)
Vier Tage wg. Appendektomie.

Verliebt?
Immernoch, seit 7 Jahren.

Getränk des Jahres?
Alles, was irgendwie koffeinhaltig ist.

Essen des Jahres?
Lang lebe die Mikrowelle. Schokolade.

Most called persons?
F.

Die schönste Zeit verbracht mit?
F.

Die meiste Zeit verbracht mit?
F. und mit meiner Arbeit.

Song des Jahres?
"Death won't send a letter"

CD des Jahres?
Ben Folds, Cory Chisel, Fanfarlo, Selig, Kings of Leon.


Buch des Jahres?
Nick Hornby's Wunderwerke.

Film des Jahres?
Inception und Harry Potter 7.

Konzert des Jahres?
Rufus Wainwright (Rainald Grebe war fast genauso super!).

TV-Serie des Jahres?
alter Kram: Scrubs, House, E.R. etc.

Erkenntnis des Jahres?
Es hat nur Vorteile, in der Sauna die Brille weg zu  lassen.

Drei Dinge auf die ich gut hätte Verzichten können?
Meine Appendizitis, Schnee, Schlafentzug.

Nachbar des Jahres?
Frau Oschatz, leider nicht mehr meine Nachbarin, ach ich werde es vermissen, nachts von ihrer Klospülung geweckt zu werden.

Beste Idee/Entscheidung des Jahres
'Ne neue Stelle zu suchen.

Schlimmstes Ereignis?
Meine Appendizitis.

Schönstes Ereignis?
Hochleistungschillen in der Feldberger Seenplatte.

2010 war mit einem Wort?
Stressig.

25 Dezember, 2010

Auch an Feiertagen wird gearbeitet

SCHOKOLADENWEIHNACHTSMANN
Eine notfallmedizinische Studie

Die eigentliche Herkunft der Weihnachtsmänner ist unklar, sie liegt quasi im Dunkeln. Schon das periodisch massive Auftreten bereits im Herbst, sowie das schlagartige Verschwinden nach der Wintersonnenwende bedarf noch intensiver Untersuchungen. Die vorliegende Studie befasst sich mit notfallmäßigen Gesichtspunkten, wobei im Wesentlichen die traumatologischen Aspekte im Vordergrund stehen sollen.


ANATOMISCHE VORBEMERKUNGEN
Die interessante Spezies "Schokoladenweihnachtsmann" ist makroskopisch recht gut untersucht worden. Umgeben ist der Patient von einer festen Haut, welche die verschiedensten Farbnuancen aufweisen kann. Die Farbgebung als solches läßt menschenähnliches Gesicht und Gestalt vermuten.
Hinweise auf einen funktionstüchtigen Bewegungsapparat finden sich nicht.
Die Extremitäten sind wie bei einer Syndaktylie verschmolzen.
Die äußere Haut (Pellicula aluminica) dient dem Schutz des Individuums
vor dem Unbilden der menschlichen Spezies; verhindert aber offensichtlich auch den Verlust körpereigener Substanzen bei der Änderung des Aggregatzustandes der Körpersubstanz. Diese Grundsubstanz liegt als Exoskelett nach innen dicht der Pellicula an und umhüllt die grosse zentrale Vakuole, welche in ihrer Form ein getreues Abbild des Weihnachtsmannes darstellt. Die Herkunft dieser Grundsubstanz ist umstritten. Biochemisch scheinen aber Zusammenhänge mit dem Abraum der Oetker'schen Schokoladenbergwerke zu bestehen. Der Schokoladenweihnachtsmann kommt in den verschiedensten Größen und Formen vor. Dies hat er mit den Gartenzwergen gemeinsam, denen er allerdings nur äußerlich ähnlich ist. Es wurden Exemplare von 20 -4000 g gesehen. Über Wachstum, Nahrungsaufnahme sowie räumlichen Veränderungen rätselt die Wissenschaft noch heute.


TRAUMATOLOGIE
Nach der bisherigen Auffassung gibt es nur zwei klinisch relevante Traumatisierungsmechanismen:

1. Frakturen (Frakturen der Grundsubstanz)
2. Thermische Traumen (Hitzetrauma)
Die Verletzungen der Pellicula scheint medizinisch bedeutungslos und bedarf keiner besonderen Therapie.


FRAKTURTYPEN
1. Impressionstraumen des Kraniums
2. Impressionstraumen des Thorax
3. Impressionstraumen des Säckelchens (trotz seiner atypischen Lage ist grundsätzlich an ein urologisches Konzil zu denken!)
4. Impressionstraumen im Fussbereich
5. Frakturen des Dens-axis (neurologisches Gutachten erstellen!)
6. Polytraumen (Patient muss unverzüglich in eine Polyklinik ueberwiesen werden!)


UNFALLMECHANISMEN
Die Welt der Menschen ist für Schokoladenweihnachtsmaenner an sich als extrem feindlich zu betrachten. Eine Hyperthermisierung des Corpus kann zu irreversiblen Schäden führen. So ist bereits das Auflegen einer Kinderhand oder die Positionierung auf einem Heizkörper für das Objekt sehr gefährlich. Intensive Sonnenstrahlung oder Badewasser hinterlassen beeindruckende Schäden. Frakturen treten schon bei Bagatelltraumen auf. Polytraumen werden allerdings eher bei Stürzen aus größeren Höhen beobachtet.


DIAGNOSTIK
Die Pupille des Patient hat sich nach mehreren Testserien als lichtstarr erwiesen. Es ist keinerlei Reaktion bei der Konvergenz zu bemerken. Selbst ein Ausleuchten der Augenhöhlen mittels Softlaser hat zu keinerlei neuer Erkenntnis beigetragen. Vor einer Inspektion der Mundhöhle muss dringend gewarnt werden, da es neben einer irreversiblen Schädigung der Pellicula zu Gesichtschädelfrakturen (meist Typ LeFort II.) sowie massiven Kieferfrakturen kommen kann. Die Perkussion kann sehr aufschlußreich sein.
Bei intakter Aura ist ein hypersonorer Klopfschall zu vernehmen.

Bei Hitzetraumen wird der Klopfschall meist klebrig, bei Polytrauma ist er nicht zu registrieren. Eine Auskultation erscheint unsinnig und belanglos.
Die Temperaturmessung des Patienten erweist sich als äußerst schwierig,
da physiologische Körperöffnungen oder Hauttaschen fehlen.
Somit ist es ohne Verletzung des Probanden nicht möglich Rezeptoren einzuführen. Es gibt Untersuchungen, welche belegen, dass es sich bei dieser Spezies um Poikilotherme handeln könnte.


THERAPIE
Für die klinisch relevanten Traumen ist bislang seitens der Physiotherapie keine Studie bekannt geworden. Recherchen haben keine Hinweise finden können, ob thermische Traumata mit anschliessenden Gestaltsverlust erfolgreich zu therapieren sind. Frakturen des Exoskelett sind heute noch therapieresistend. Eine Heilung im Sinne der Kallusbildung konnte leider nicht
herbeigefuehrt werden. Eine primäre oder sekundäre
Wundheilung findet nicht statt. Kleinere Fissuren können als Bagatelle unbeachtet gelassen werden, da sie den Allgemeinzustand nicht beeinträchtigen. Eine Applikation von Analgetika ist grundsätzlich kontraindiziert!


ZUSAMMENFASSUNG
Grundsätzlich scheinen Traumata jeglicher Form therapieresistent und ohne
Aussicht auf Erfolg. Mit der Frage, ob der Verzehr der durch grobe Gewalt
lädierten Patienten der richtige Weg zur Beseitigung des Corpus Delikti ist,
wird sich in nächster Zeit die Kriminologie beschäftigen.

Es sind Hinweise eingegangen, dass nach der Wintersonnenwende Schokoladenweihnachtsmänner zu Schokoladenosterhasen transmutieren. 


(via Internet)

Frohe Weihnachten...

... wenn Mediziner Weihnachten feiern, sieht das so aus:






Fröhliche Weihnachten Euch Allen da draußen:

1.eßt nicht so viel, 
das gibt nur Gallenkoliken und Übergewicht, 
das man eh nicht schafft vor Silvester wieder abzubauen.

2. trinkt nicht so viel Glühwein, 
das ist schlecht für den Magen, 
macht Sodbrennen und Stechen hinterm Herzen :-)

3. streitet Euch nicht, 
außer Ihr habt einen aufblasbaren "Hello Kitty"-Baseballschläger dabei. 
(dann bitte Foto an mich)


19 Dezember, 2010

Weihnachtsweisheit No. 17

Gerade kam mein Weihnachtsgeschenk an, mein neues Spielzeug, jetzt muss es nur noch draußen tauen...



Ja, gut, der Sattel nebs Satteltasche (an einem Rennrad!) muss ausgetauscht werden und die Reifen sind porös, aber es ist MEINS! Ich freu' mich so!

18 Dezember, 2010

Weihnachtsweisheit No. 16 Hofweihnacht

In meiner Stadt steppt heute und morgen der Bär, der Hirsch, die Fasane und das Wildschwein von neulich sicherlich auch. Es ist Hofweihnacht im Havelland! Total schick. Bewaffnet mit meinen dicken Wintersachen bin ich mit einer Freundin in unsere Altstadt marschiert, praktisch, ich muss nur kurz durch den Innenhof, um mich mit Waffeln und Kinderpunsch voll zu dröhnen. Zum Kinderpunsch gab's noch ein Papierlaterne mit echter Kerze, das ist ein Relikt aus DDR-Zeiten, vermag ich zu behaupten, denn heute gibt's Laternen nur noch mit LED-Birnchen.

Eine Querstraße weiter wird gerade die alte Residenz von Friedrich dem II. saniert und schicke "Townhouses" daraus gebaut. 

Das Ganze heißt Hofweihnacht, weil in der Altstadt alte Höfe ihre Pforten öffnen und zum kulinarischen Stelldichein einladen, es gibt: Groß Britannien, Italien, Island, irgendwo auch die doofe U.S.A. (jetzt werde ich bestimmt gespamt). In Friedrichs alter Residenz kann man sich todesmutig in den Keller stürzen (die Gemäuer stinken wie Friedrichs Furze), es ist feucht und auch die fast offenen Stromleitungen wirken nicht vertrauenserweckend. Auch kleine Frauen stoßen sich hier den Kopf. Im isländischen Hof trifft man auf geräucherte Leber- und Knackwurst, daneben stehen zwei komische Trolle, die einen blöd zuzwinkern. Am Nachbarstand gibt es eine Truhe mit zwei Fächern. Fach eins ist für liebe Kinder, das enthält süße Bravo-Zeitung-Geschenke, auch ein Leckerli für die Miezekatze zuhause ist dabei. Das zweite Fach ist für die bösen Kinder und enthält gefrorene Kartoffeln. Wir haben schon überlegt, wie oft man wohl den Standbesitzer beleidigen oder den Troll bewerfen muss, um genügend Kartoffeln für ein Abendmahl zusammen zu bekommen. 

Zwischendurch aufwärmen in der Volksbank nebenan und dann ging's weiter, zum englischen Hof. Dort retteten wir uns vor der Kälte durch Springen zwischen zwei Heizpilzen (sind in Berlin wohl verboten).
Ins Seniorenheim wollten wir nicht gehen, vielleicht hätte man dort Erzeugnisse aus der Ergotherapie kaufen können. Allerdings waren die meisten Senioren eh in den Höfen unterwegs.

Noch schnell die dicken Schafe gestreichelt und ab nach Hause, schön kalt war es.

Weihnachtsweisheit No.15 - Sport

Im Spa und wahrscheinlich in allen Fitness-Centern gibt es verschiedene Sportler, der eine meint es wirklich ernst, der andere macht es, um ein paar Stunden von zuhause fern zu bleiben, fern ab von den schreienden Kindern und Ehepartnern.

Heute widmen wir uns den Damen der Schöpfung:

. Die Tussi: Die Tussi steht immer im Weg und am meisten beim Bodybuilder. Man erkennt sie am dämlichen Grinsen, Kiloweise Makeup und ggf. falschen Brüsten. Wenn sie die nicht hat, hat sie mindestens ein Arschgeweih, welches beim Rückensport immer (!) rauslukt,  Bauchnabelpiercing und sie steht die meiste Zeit vorm Spiegel und freut sich, dass der liebe Gott ihr diesen "Wahnsinnskörper" verliehen hat (abwarten, die Schwerkraft trifft irgendwann jede). Außerdem liebt es die Tussi stundenlang in der Umkleide vorm Spiegel zu sitzen, die Kosmetiktücherboxen leer zu futtern und mit zwei (!) Föhnen gleichzeitig sich kopfüber die Haare zu föhnen. Sozusagen auf Durchzug schalten.

. Die Oma: Die Oma ist nervig, eigentlich gar nicht so alt, gibt sie sich altklug und hat die Weisheit förmlich erfunden, die Löffel hierfür hat sie in der Schublade gelassen, die Kelle ist eh viel größer. Die Oma macht so lustige Kurse wie Nordic Walking auf dem Laufband, Latin-Dance, Bollywood-Dance etc. und liebt es einfach, sich und ihren faltigen Körper zu präsentieren. Nebenbei erzählt sie den anderen Mitomis (denn die Damen kommen immer im Rudel) wie schlecht doch ihre Söhne und Töchter sind: "Also mein Sohn, ja?..."

. Die Mutti: Die Mutti ist der Kracher. Sie kommt ein Mal pro Woche, samstags, ins Spa, an der Hand minimum zwei Kinder, denn samstags darf man als Kind bis 15 Uhr kostenlos in den Wellness-Bereich (=großes Schwimmbecken, ohne Rutsche) rein. Dass sich das schon längst unter den Muttis herum gesprochen hat, dürfte jedem klar sein. Jedenfalls ist sie von Allen die nervigste und Genervte. Die kleinen Racker verstehen aber auch gar nicht, dass man in der Sauna ruhig sein muss und auch nicht vom Beckenrand in den Pool springen darf. Wie doof! Aber mal unter uns gesagt: wollten wir als Kinder wirklich immer mit in die Sauna? Jedenfalls werden die kleinen Mäuse von der Mutti ordentlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit heruntergeputzt und Mutti erholt sich nicht wirklich dabei. Und schon gar nicht dann, wenn andere genervte Muttis daneben stehen und mit ihren Kindern schimpfen.

.Die Möchtegern-Perfekte: Vermutlich arbeitet sie in der Bank und einer ähnlichen Institution, in welcher man Kostümchen tragen muss, dabei ist sie so unsicher, dass sie immer zu zweit oder mehr aufschlägt und anstatt sich zu erholen oder Sport zu machen, steht sie, wie auch die Tussi, immer im Weg mit ihren (9) Gefährtinnen und plaudert allzu Intimes aus dem Privatleben aus. Wenn davon auch wirklich nur die Hälfte stimmt, dann seid "IHR MÄNNER DAS ALLERLETZTE". Ihre Kurse sind Tanzen, was sonst?!, BodyPump (ein übler Fitnesskurs mit allen Hantelschikanen. Würde sie auch nur eine Stunde lang, wenigstens in der Sauna, die Schnauze mal halten, wäre sie mir sehr sympathisch.

. Die Sportliche: Möglicherweise hat sie früher mal Sport gemacht und kann es einfach nicht lassen, sich immernoch sportlich zu überanstrengen, mal mit mehr mal mit weniger Erfolg. Meist geht sie mit einem Tunnelblick und mp3-Player im Ohr durch den Fitnessbereich und tätigt ja fast schon in stoischer Manier ihre Übungen. Gernervt verfolgt sie manchmal das Getue um sich herum, ein Grund für den ernsten/genervt wirkenden/böse anmutenden Gesichtsausdruck, "Achtung, ich beiße auch grundlos!". Sie nimmt sich immer wieder Sportziele vor und ist im Grunde sehr froh, dass sie alleine zum Sport gegangen ist, es ist auch einfach zu anstrengend, sich mit den anderen abzugeben. Es hat schon was Autistisches.

15 Dezember, 2010

Weihnachtsweisheit No. 13

Kindernarkosen fetzen. Warum? Weil man die kleinen Racker so richtig schön veräppeln kann und die es einfach nicht merken. Da wird dann mal die EKG-Elektrode zum Anstecker und die Sauerstoffmaske zum Blasebalg, mit der die Kinder den Beatmungsbeutel "aufpusten" müssen. Ein richtiger Luftballon, eben. Dann kommt der "Zauberstoff" und schwupps ratzen die kleinen Pupserchens. Das ist so putzig und funktioniert auch manchmal bei Erwachsenen, je nachdem wie hoch die Beruhigungspille vorher dosiert wurde. Da ist es wirklich egal wie alt der Patient ist, die Reaktion ist immer (!) dieselbe: Schielen und Lallen. Zum Kichern!

Weihnachtsweisheit No. 12

Weihnachtsweisheit No. 11

"Is ja nur 'n Angebot"

10 Dezember, 2010

Weihnachtsweisheit No. 10


Nicht so viel naschen, sondern lieber schöne Geschenke packen...

09 Dezember, 2010

Weihnachtsweisheit No. 9

An der Bundesstraße, die zur Autobahn führt, kann man viel kleine und große (Weihnachts)Köstlichkeiten entdecken: Fasane, die tagsüber am Straßenrand stehen, oder Wildschweine, die man bei der Autobahnausfahrt im Vorbeischlittern fast erwischen kann- man muss sich nur Mühe geben, bei Glatteis. Weniger lecker stelle ich mir die Füchse und Mäuse vor, die abends über die Straße rutschen bzw. einfach stehenbleiben! Ja, Hallo, wissen die denn nicht, dass die zu Rotkohl und Kartoffeln schon rein farblich nicht passen?! Das beißt sich doch! Das Auge ißt ja schließlich mit.

Jedenfalls macht Bundesstraßenfahren bei Glatteis wirklich Spaß und der Begriff "Drive In" bekommt hierbei eine wirklich neue Bedeutung. Weihnachtsmenüs sind schon was Feines.

08 Dezember, 2010

Weihnachtsweisheit No. 8

Heute in der Urologie:
"Frau Kunstfehler, weißt du eigentlich, was mein alter Chef immer gesagt hat?"
-"Nö"
"Eigentlich müßten die Krankenkassen bei Verdacht auf "erektiler Dysfunktion" einen Puffbesuch bezahlen und wer dann immer noch keinen hoch bekommt, bekommt von uns die ausführliche Diagnostik"

Weihnachtsweisheit No. 7


Früchtekuchenrezept

250 g weiche Butter
200 g Zucker
125 ml dunkler Zuckerrübensirup
4 Eier
4 EL Amaretto, Rum oder Apfelsaft  (Rum ist besser)
350 g Mehl
1 T L Backpulver
½ TL Natron
¼ TL Salz
11/2  TL gemahlener Zimt
½ TL geriebener Muskat
½ TL gemahlene Nelken
1 Btl  Rum Rosinen
1 Btl Mandeln gesplittert
1 Becher Orangeart
125 g getrocknete gehackte Aprikosen
125 g gehackte Datteln
125 g getrocknete Cranberrys
125 g Korinthen

Den Backofen auf165° C (Umluft) vorheizen. 2 Kastenformen fetten. Butter und Zucker mit einen Handrührgerät schlagen, bis die Mischung leicht und luftig ist. Erst den Zuckerrübensirup, dann die Eier und den Alkohol (oder Saft) unterrühren. Gut verrühren. Bei laufendem Gerät Mehl, Backpulver und Gewürze dazugeben und soweit weiterschlagen bis alles gut vermischt ist. Jetzt mit einem Gummispatel Trockenfrüchte und Mandeln untermischen. Das ergibt einen sehr dichten Teig mit gerade genug Masse, um die Früchte und Mandeln zusammenzuhalten.
Den Teig gleichmäßig in die Kastenform füllen und die Leibe 75 Minuten backen (mittlere Schiene)  Nach 50 Minuten evt. die Oberfläche mit etwas Alufolie abdecken , damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.
Früchtekuchen mindestens 30 Minuten in der Form auskühlen lassen. Dann auf ein Kuchengitter legen und mehrere Stunden weiterkühlen lassen.

Der Früchtekuchen bleibt schön saftig, wenn er mit einen Apfel in einer Blechdose gelagert wird. 

Und nun viel Spaß beim Backen!

06 Dezember, 2010

Weihnachtsweisheit No. 6



Zitat: 
"Muss ich unbedingt die Stiefel putzen, 
ich kann mir doch schnell neue kaufen?!"


Ich wünsche Euch allen einen fleißigen, nicht so konsumorientierten Nikolaus! :-)

05 Dezember, 2010

Weihnachtsweisheit No. 5

Verkaufsoffene (Advents)Sonntage muss man nicht zwingend nutzen und 
schon gar nicht dann, wenn ich zum Sport will und alle 
Kaufwilligen (und zu 80% Adipösen) 
die (sprich "meine") Frauenparkplätze belegen, 
nur weil die näher am Eingang des Einkaufzentrums liegen! 
Jawohl!



Weihnachtsweisheit No. 4

Weniger ist manchmal mehr


(Schlauscheißermodus wieder aus)

03 Dezember, 2010

Weihnachtsweisheit No. 3 oder "Auch die Asystolie ist ein stabiler Rhythmus"

Meine erste Hirn-OP, in meinem bisher kurzen 31jährigen Leben, habe ich nun hinter mich gebracht und es zittern mir immernoch die Hände vor Ehrfurcht, Angst, Respekt und wie man das ganze üble Zeug noch nennen mag, ein wenig Adrenalin sowieso.
Meine Patientin, eine sportlich dynamische 68 jährige "ehemalige" Lehrerin (wenn man berentet ist, bleibt man eigentlich "in seinem Beruf"?- dem muss ich mal nachgehen), sah aus wie 50, wenn überhaupt. Am Vortag lernten wir uns kennen, plauderten nett, sie über ihre Schulzeit, ich über meine. Dann kamen wir zum ernsthaften Teil des Gesprächs, sie war guter Dinge, ein Tumor aus dem Temporallappen sollte mittels Neuronavigation entfernt werden. Eine tolle Sache: man erstellt über Hautpunkte auf dem Kopf ein 3D-Bild des Schädels, bzw. des Hirns und das wird dann umgerechnet und während der OP über einen PC angezeigt. Hier macht 3D wirklich mal Sinn und keiner kotzt davon, anders als im Kino. Zusätzlich werden Daten aus CT und MRT, oder auch Ultraschall eingespeist, und der Chirurg weiß ganz genau, in welchen Strukturen er sich befindet.

Meine Patientin wollte nicht so viel wissen und dennoch erzählte ich ihr alles, was narkosetechnisch auf sie zukommen würde.

Am Vorabend der OP bekam ich dann doch ordentlich Muffensausen, ähnlich wie bei einer Examensprüfung, und musste mich weiterbilden, um einfach ruhiger zu werden. Also schlief ich mit meinen dicken Anästhesiebüchern auf dem Bauch ein und träumte schönes wirres Zeug über die kommende Hirn-OP, mein eigenes Hirn verarbeitete das Wissen vom Vorabend und würfelte dies ordentlich durcheinander. Ich sollte mir wirklich langsam abgewöhnen, vor dem Schlafengehen Anästhesie zu lesen.

Am OP-Tag fuhr ich eher unmotiviert zur Arbeit, vor Angst, etwas falsch zu machen, immer diese Selbstzweifel. Im OP traf ich meine nun haarfreie Patientin - sie musste sich am Vorabend von ihren schönen Haaren trennen- das war im ersten Moment schon ein Schock, denn nun gab es kein Zurück mehr, für uns beide nicht. Nachdem ich sie schlafen gelegt hatte, bekam sie noch zwei schöne dicke Zugänge und wir fuhren in den OP. Nach einer Stunde waren alle startklar und der Operateur raunte ein "Schnitt!" in die Menge, Frau Kunstfehler sagte nur "hmhm". Meine Aufgabe war es, die Patientin schlafen zu lassen und alles zu tun, dass der Hirndruck nicht ins Unermeßliche anstieg oder abfiel. Das klappte auch ganz gut. Hier und da gab es was zur Kreislaufunterstützung, da die Patientin gesund war, musste ich sonst nichts weiteres tun. Dachte ich. Nach einer Stunde war der Operateur am Tumor angekommen und begann, diesen zu resezieren. Ich verliebte mich gerade in das 3D-Bild des Hirnes als der Puls meiner Patientin immer langsamer wurde. "Hm" dachte ich mir "okay, 'ne Herzfrequenz von 35/min habe ich auch im Schlaf". Doch es ging noch weiter runter, die Pausen wurden länger und blöderweise war dies kein Artefakt, sondern die Blutdruckkurve und die Sauerstoffsättigungskurve taten das Gleiche. Just in dem Moment, als ich nach Atropin griff, kam sie dann: die gefürchtete NULLINIE. Im ersten Moment dachte ich an einen Scherz, man glaubt wirklich sich verguckt zu haben. Kopfschüttelnd starrte ich auf den Monitor, "nee, tatsächlich null, schiete auch noch alle drei Linien null", mein Magen rutschte zwischen die Knie als ich merkte, dass das kein technischer Defekt war. Herzkreislaufstillstand. Ich spritze Atropin, riß die OP-Saaltür auf und brüllte zweimal wie irre nach unserem "Flurtiger" (ein Facharzt von der Anästhesie, der immer auf dem Flur ist, zum Helfen): "Kaiiiiiiii, komm' mal schnell, KAAAAAAIIIIIIIIIIII!". Kai kam dann auch- ich schon unter den OP-Tüchern gehechtet, in der Annahme, dass ich nun reanimieren muss- aber kaum trat er in den OP-Saal, hatte die Patientin schon wieder ihren normalen Rhythmus, Blutdruck top, Sättigung top."Hä, wieso wasn nun los?" Das Ganze kam mir vor wie eine Ewigkeit, doch waren es nur 3 oder 5 Sekunden. Danach war an Denken nicht mehr zu denken. Der Operateur fragte mich, ob alles gut sei "ja, alles schick, öhm, sage mal, hast du eben vielleicht unter Umständen ein wenig zu tief im Hirn gestochert?" Nicht mal, auf Toilette traute ich mich, obwohl ich wirklich dringend musste.
Warum, weshalb, wieso es zur ASY kam, keine Ahnung. Ich hatte narkosetechnisch nichts verändert und der Operateur konnte sich das auch nicht erklären, aber er bedankte sich für meine "gute Narkose und auch für das kurze Herzklopfen zwischendurch". (Spaßvogel!)
Schäden hat meine Patientin nicht davon getragen, sie liegt nun auf der Intensivstation übers Wochenende, das war von Vornherein so geplant, nur zur Überwachung. Der Tumor war übrigens irgendeine Art von Hämatom, irgendwas eingeschmolzenes, also kein wirklicher bösärtiger fieser Tumor, Gottseidank, eine gute Nachricht!

02 Dezember, 2010

Weihnachtsweisheit No. 2

Egal, wieviele Karten man zu Weihnachten verschickt: Die erste Karte, die man erhält, stammt von jemanden, den man bestimmt und ganz bestimmt vergessen hat.

01 Dezember, 2010

Weihnachtsweisheit No. 1

„Auch wenn man kein heller Kopf ist: in der Adventszeit geht einem ein Licht nach dem anderen auf.“